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Du bist frisch verliebt und spürst, daß deine Gefühle auch erwidert werden?

Hast du trotzdem ein diffuses Gefühl, als würde er oder sie dir jederzeit durch die Finger gleiten?

Geht deine Liebste oder dein Liebster aus oft für dich unerfindlichen Gründen auf Distanz?
Versucht er oder sie dir etwas zu erklären, was du nicht wirklich nachvollziehen kannst?
Fühlst du dich oft  himmelhoch jauchzend und kurze Zeit später zu Tode betrübt?

Eine plötzliche Trennung, scheinbar aus dem Nichts heraus?! Gestern war das Leben noch schön, heute ist die Welt nur ein Scherbenhaufen, und der Liebeskummer groß...

Dann hast du dich wahrscheinlich in einen Menschen verliebt, der aufgrund früherer Verletzungen große Angst vor Nähe hat. Angst, die ein offener Mensch nicht  begreifen kann. Angst, die einen umhüllt, wie ein dunkles Tuch. Angst, die lähmt, jegliches Gefühl begräbt, unfähig macht zu handeln. Angst, die einen ängstigt und die man haßt, weil man nicht dagegen ankommen kann. 

Die von Bindungsangst Betroffenen empfinden diese selbst als großen Leidensdruck, wissen meist schon vorher, daß etwas mit  ihnen nicht stimmt und vermitteln dies auch in Aussagen wie:  Ich kann mich nicht öffnen. - Ich habe so ambivalente Gefühle. Oftmals sogar setzen sich die Betroffenen in ihrer Persönlichkeit gegenüber dem Partner bewußt herab: Ich kann Dir nicht  geben, was Du erwartest. - Ich werde Dich unglücklich machen. All diese Äußerungen gipfeln nicht selten in einer alles zerstörenden Selbstdiagnose: Bei mir stimmt etwas nicht!


Wenn dieses  "Nähe-Distanz-Spiel" für gefestigte Beziehungspartner eher interessant und aufregend ist, sehen sich Menschen, die einen bindungsängstlichen Partner haben, mit einem Balanceakt konfrontiert der kaum zu bewältigen ist. Hilflos sieht man sich zahlosen Fragen gegenüber auf die man einfach keine Antworten weiß. Ein weit verbreitetes Phänomen. Leider. 

Als selbstverwirklichte Prophezeihung bezeichnet die moderne Psychologie dieses Phänomen. Die Philosophie kennt seit T. W. Adorno hierfür den Begriff Hermeneutik. Konkret: "Ich schließe von vorne herein aus, wovon ich annehme, daß ich es zu leisten nicht im Stande bin".

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